Drei Gruppen werben um Alitalia-Tochter Eurofly

23. Februar 2002, 16:18
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Viele Interessenten um Charterflüg-Firma

Rom - Drei Gesellschaften werben um die auf Charterflüge spezialisierte Alitalia-Tochter Eurofly, die Italiens nationale Fluglinie im Rahmen ihrer Sanierung veräußern muss.

Zu den Interessenten, die ein Angebot für Eurofly eingereicht haben, zählt Italiens zweitgrößte Fluggesellschaft Volare, von der sich Swissair vor wenigen Wochen getrennt hat. Volare steht derzeit unter mehrheitlicher Kontrolle eines Bündnisses niederländischer Unternehmer, die mit der niederländischen KLM um eine Handelspartnerschaft verhandeln.

Auch der ehemalige Mailänder Verleger Alberto Rusconi interessiert

Für Eurofly interessiert sich auch der ehemalige Mailänder Verleger Alberto Rusconi, der an der Spitze eines Unternehmerkonsortiums steht. Ein drittes Angebot reichte die kleine Fluggesellschaft Azzurra, mit Sitz in der lombardischen Stadt Bergamo, ein, an der sich mit einem 49-prozentigen Aktienpaket auch Air Malta beteiligt.

Hohe Verluste

Wegen der hohen Verluste der Chartergesellschaft muss sich Alitalia von Eurofly trennen. Die Gesellschaft verzeichnete in den letzten drei Jahren Verluste in Höhe von 40 Millionen Euro (550 Mill. S). Die Verschuldung kletterte im ersten Semester 2001 auf 22 Millionen Euro. Experten sind jedoch der Ansicht, dass Eurofly konkurrenzfähig werden könnte, wenn man die hohen Personalkosten reduziert. Alitalia ist mit einer 45-prozentigen Beteiligung der stärkste Hauptaktionär der Gesellschaft.(APA)

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