Agnelli dementiert Ablösegerüchte um Fiat-Spitze

23. Februar 2002, 17:25
posten

Geschäftsführung trage keine Schuld an negativen Jahres-Ergebnissen

Rom - Der Ehrenpräsident der italienischen Autogruppe Fiat, Giovanni Agnelli, hat am Samstag italienische Medienberichte vom Samstag dementiert, wonach er den Wechsel des Präsidenten Paolo Fresco und des Geschäftsführers Paolo Cantarella auf Grund der negativen Ergebnisse des Jahres 2001 plane.

In einer Presseaussendung erklärte Agnelli, dass die internationalen Schwierigkeiten der Autobranche Fiat schwer belasten, er habe jedoch weiterhin volles Vertrauen in Fresco und Cantarella.

Schwierige Phase

"Fiat erlebt eine schwierige Phase, die hauptsächlich der starken Konkurrenz im Automobilbereich zuzuschreiben ist, die stark auf der ganzen Branche lastet. Auch die Akquisitionen der letzten vier Jahren, mit denen Fiat die langfristige Entwicklung des Unternehmens fördern will, wirkt sich negativ auf die Ergebnisse der Gruppe aus", so Agnelli.

"Die Fiat-Spitze arbeitet mit großem Einsatz und Intelligenz, um die schwierige Situation zu bewältigen. Fiat hat viele Krisen bestanden, die noch schwieriger als diese waren", schrieb Agnelli. Die Turiner Autogruppe macht sich auf ein schwieriges Jahr gefasst. Laut Cantarella rechnet Fiat 2002 für Italien mit einem um mindestens 8 Prozent schrumpfenden Automarkt. Das bedeute, dass im heurigen Jahr höchstens 2,2 Millionen Autos in Italien verkauft werden, so der Fiat-Geschäftsführer.(APA)

Share if you care.