Journalisten- Ermordung war Teil eines größeren Anschlagsplanes

23. Februar 2002, 14:38
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Neben Reporter-Enthauptung war auch Anschlag auf ein US-Konsulat geplant

Washington - Die Ermordung des entführten US-Journalisten Daniel Pearl war laut einem Zeitungsbericht Teil eines größeren Anschlagsplanes. Der mutmaßliche Auftraggeber der Entführer, der moslemische Fundamentalistenführer Scheich Achmed Omar, habe dies bei seinen Verhören ausgesagt, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Ermittler und Geheimdienstleute.

Enthauptung des Reporters und Anschlag

Neben der Enthauptung des Reporters sei auch ein Anschlag auf das US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karachi geplant gewesen. Scheich Omar habe sich im Verhör unnachgiebig gezeigt und Bedauern darüber gezeigt, dass der Anschlag nicht zustande gekommen sei. Nach seinen Worten wurde Pearl bereits Ende Jänner getötet.

Video der Ermordung

Scheich Omar hatte Anfang Februar tagelang mit den Behörden über Pearls Freilassung verhandelt, obwohl der "Wall Street Journal"-Reporter zu diesem Zeitpunkt offenbar längst tot war. Am 12. Jänner wurde Omar dann schließlich verhaftet. Am Donnerstag war ein Video beim US-Konsulat in Karachi eingegangen, das zeigte, wie dem Korrespondenten des "Wall Street Journal" die Kehle durchgeschnitten wurde. Die Bluttat hatte weltweit Entsetzen ausgelöst.

Behörden fahnden nach insgesamt fünf Verdächtigen

Die pakistanische Polizei verfolgt unterdessen bei der Fahndung eine weitere Spur. Gesucht werde ein Verdächtiger arabischer Herkunft, der möglicherweise an der Entführung des 38-Jährigen in der pakistanischen Hafenstadt Karachi beteiligt gewesen sei, sagte ein Ermittler am Samstag. Damit fahnden die Behörden nach insgesamt fünf Verdächtigen. Vier mutmaßliche Täter waren der Polizei bereits vor Tagen ins Netz gegangen, darunter auch Scheich Omar.(APA)

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