USA hüllen sich zu Sharons Sicherheitszonen-Vorschlag in Schweigen

23. Februar 2002, 09:46
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Außenamtssprecher Richard Boucher spricht von "allgemeiner Idee"

Washington - Die USA hüllen sich zum jüngsten Vorschlag des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, "Sicherheitszonen" zwischen Israel und den Palästinenser-Gebieten zu schaffen, weiter in Schweigen.

"Allgemeiner Idee"

Außenamtssprecher Richard Boucher sagte am Freitag in Washington lediglich, es handle sich um eine "allgemeine Idee", über die sich US-Diplomaten in der nächsten Zeit in Gesprächen mit ihren israelischen Partnern detaillierter informieren wollten.

Fortsetzung von Sicherheitsgesprächen

Boucher begrüßte aber zugleich die Fortsetzung von Sicherheitsgesprächen zwischen beiden Seiten und den USA als eine "sehr positive Entwicklung". Der Sprecher bestätigte, dass es nach der Sharon-Rede Donnerstagabend eine solche Dreier-Begegnung gegeben habe, was ein sehr positiver Schritt im Ringen um ein Ende der Gewalt sei. Boucher fügte hinzu, es bleibe bei der US-Position, dass vor allem Palästinenser-Präsident Yasser Arafat handeln müsse und beide Seiten durch Zusammenarbeit auf dem Sicherheitsgebiet mehr erreichen könnten.

Bush will Gespräch mit ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak

Nach amerikanischen Medienberichten will US-Präsident George W. Bush einen saudiarabischen Nahost-Friedensplan mit dem ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak erörtern. Die "New York Times" zitierte am Freitag einen hohen US-Beamten mit den Worten, die Regierung sei besonders von dem Angebot einer vollen Normalisierung der Beziehungen der arabischen Staaten zu Israel im Gegenzug für einen Abzug aus den besetzten Gebieten fasziniert. Den Vorschlag hatte Kronprinz Abdullah gegenüber einem Mitarbeiter der US-Zeitung geäußert.

Auf die offizielle Präsentation des Plans auf einer Konferenz der Arabischen Liga in Beirut Ende März habe er jedoch verzichtet, weil Israel in jüngster Zeit härter gegen die Palästinenser vorgegangen sei, hatte der Kronprinz hinzugefügt. Mubarak wird Ende kommender Woche in Washington erwartet.(APA)

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