Nordkorea: Bush ist kindisch

22. Februar 2002, 20:19
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US-Präsident agiere wie "politisch zurückgebliebenes Kind"

Pjöngjang/Peking - Nordkorea hat in einer ersten scharfen Reaktion das Angebot von US-Präsident Bush zu Gesprächen zurückgewiesen. Bush verhalte sich wie ein "politisch zurückgebliebenes Kind" und wolle Waffen und Geld benutzen, um das politische System Nordkoreas zu ändern, hieß es in einer vom Außenministerium in Pjöngjang am Freitag verbreiteten Erklärung. Bush, der Nordkorea zu einer "Achse des Bösen" rechnet, hatte während seines Besuchs in Südkorea vergangenen Mittwoch seine Bereitschaft zu Gesprächen bekräftigt.


Christen verhaftet

Während US-Präsident Bush in seiner Rede in der Pekinger Qinghua-Universität für religiöse Toleranz warb, hat die chinesische Polizei in einem Dorf in der Nähe der Hauptstadt angeblich 47 Christen festgenommen. Das Informationszentrums für Demokratie und Menschenrechte in Hongkong berichtete am Freitag, die Protestanten hätten sich am Vortag in dem Dorf Haiqingluo im Pekinger Distrikt Changping zu einem religiösen Treffen versammelt. Eine Stunde später hätten 70 Polizisten die aus Peking, der Inneren Mongolei, den Provinzen Henan, Hebei und Liaoning angereisten Christen umzingelt und das Treffen als illegal bezeichnet. Sie seien auf der Polizeistation Beiqijia festgehalten, misshandelt und durchsucht worden, ihre Bibeln wurden beschlagnahmt. (Reuters, dpa, DER STANDARD, Printausgabe, 23./24.2.2002)

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