Je mehr Bares man hat, umso billiger die Bleibe

22. Februar 2002, 19:05
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Um die Kosten für eine Wohnung transparent zu machen, wurde ein Wohnhaus in Wien-Leopldstadt genommen, in dem geförderte und frei finanzierte Wohnungen sind.

Errichter war ein gemeinnützger Bauträger. Die monatliche Belastung hängt immer davon ab, wie viel Geld bar als Eigenmittel einbezahlt werden kann.

Geförderte Eigentumswohnung (nach § 3a)in Wien-Leopoldstadt.

Nutzfläche: 81,05 m²
Finanzierungskosten der Wohnung insgesamt:

657.859,60 S (49.988 €). Die Differenz auf die tatsächlichen Herstellungskosten von 1,073.576,03 S ist die Wohnbauförderung.
notwendige Eigenmittel:
324.198,20 S (23.560 €)

monatliche Belastung pro m²: 81,95 S inkl. Umsatzsteuer und Betriebskosten (19 S) und Darlehensrückzahlung.

In Summe: 6642 S/Monat. Unter der Annahme, dass die Eigenmittel bar bezahlt werden.


Selbes Haus: Frei finanzierte Eigentumswohnung:
Nutzfläche: 81,05 m²

Kosten insgesamt: 1,073.576,03 S
Eigenmittel, bar: 739.914,63 S

Die Restfinanzierung ergibt eine monatliche Belastung von 104,36 S/m² samt Betriebskosten und Steuer.
In Summe: 8485,37 S/p.M.

Berechnungen der Constantia Privatbank zu Folge kostet eine freifinanzierte Wohnung, die aber zu 70 Prozent mit Kredit finanziert wurde, in selber Größe in etwa 12.000 S monatlich. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.02.2002)

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