Wien: Handel mit illegalem Pay TV-Zugang

22. Februar 2002, 16:45
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Premiere World klagte wegen Verletzung des Zugangskontrollgesetzes

Wien - Einen Schlag gegen "digitale Piraterie" vermeldete Premiere World Österreich: Bei einer Hausdurchsuchung in Wien wurde die Wirtschaftspolizei am Donnerstag fündig. Laut dem Sender sind Kartenlese- und -schreibgeräte sowie Piraten-Software und illegale Daten sichergestellt worden. Grund für die Hausdurchsuchung war ein Privatanklageverfahren von Premiere World Österreich, bestätigte der Sprecher des Wiener Landesgerichts, Friedrich Forsthuber.

Manipulierten Karten

Der Verdächtige Herbert K. habe mit manipulierten Karten gehandelt, die seinen Kunden illegalen Zugang zu verschlüsselten TV-Sendern verschaffte, erläuterte Premiere in einer Aussendung. Es werde von einer Verletzung des Zugangskontrollgesetzes ausgegangen, erklärte Forsthuber.

Laut Premiere-Anwalt Egon Engin-Deniz handelt es sich um Fälle der Manipulation von originalen "SmartCards", die ohne Abonnement freigeschaltet wurden. Diese Cards sind Voraussetzung, um das verschlüsselte Pay-TV-Programm von Premiere World empfangen zu können. Der Erwerb dieser illegalen Karten werde teuer bezahlt: Die Konsumenten zahlen einen überhöhten Preis für Empfangsgeräte und zusätzlich bei regelmäßigen Ausfällen der Karten, auch warten sie bis zu zwei Wochen auf die neuen "SmartCards", erklärte Premiere. (APA)

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