Ulrich Seidl neuerlich preisgekrönt

22. Februar 2002, 21:33
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"Hundstage"-Regisseur erhielt Würdigungspreis für Filmkunst 2001

Wien - Der Filmregisseur Ulrich Seidl wird mit dem mit 14.535 Euro dotierten Würdigungspreis für Filmkunst 2001 ausgezeichnet, der auf Vorschlag einer Jury derzeit jährlich für das Schaffen eines bereits international erfolgreichen österreichischen Filmschaffenden vergeben wird. Seidls Kolleginnen Valeska Grisebach und Kathrin Resetarits erhalten den mit 7.267 Euro (100.000 Schilling) dotierten Förderungspreis für Filmkunst 2001.

Seidl habe von Anfang an in seinen Arbeiten den klassischen, abgesicherten Weg des Dokumentarismus zu Gunsten einer radikal-subjektiven Sicht auf die Wirklichkeit vermieden und dadurch grundsätzliche Fragen zur menschlichen Existenz gestellt, meinte die Jury. "Nachdem er seine Arbeit, die er selbst als inszenierte Realität bezeichnet, konsequent weiterentwickelt hat, hat er mit "Hundstage" seinen ersten durchinszenierten Spielfilm auf die Leinwand gebracht, der als Synthese seiner bisherigen Werke verstanden werden kann" so die Jury-Begründung.

"Valeska Grisebachs Beobachtungen sind präzise, ihre Darsteller überzeugend und das Milieu stimmig. Ein eindrucksvolles Talent" begründete die Jury ihre Entscheidung für die Vergabe des Förderungspreises. Kathrin Resetarits nähere sich Themen wie Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit mit kühlen, distanzierten Bildern und einer eigenen filmischen Handschrift.(APA)

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