Edlinger erteilt Stronach Absage

24. Februar 2002, 16:44
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Der Austria-Mäzen hatte laut über ein gemeinsames Stadion von Rapid und Austria nachgedacht - Herzog kurbelt Abo-Verkäufe an

Wien/Baden - Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien lud im Casino Baden zur Saisonstartpressekonferenz, dabei standen Präsident Rudolf Edlinger, Teamchef Lothar Matthäus und Kapitän Andi Herzog im Mittelpunkt. Als interessierter Gast war auch der zukünftige ÖFB-Präsident Friedrich Stickler gekommen. Die klarsten Worte kamen dabei vom Präsidenten, der auch mit Kritik an Bundesliga-Chef und Austria-Mäzen Frank Stronach sowie Sturm-Präsident Hannes Kartnig nicht sparte.

Absage an Stronach

Zu den Stadion-Plänen Stronachs, der einen gemeinsamen Neubau der beiden Wiener Erzrivalen auf dem Gelände des Trabrennvereins gefordert hatte, meinte Edlinger: "Es gibt kostengünstigere Varianten um die Pferde von der Krieau nach Oberwaltersdorf zu bekommen." Die Anfeindungen von Kartnig, der Rapid die Verpflichtung von Ferdinand Feldhofer übel nimmt, gehen für den Ex-Finanzminister ins Leere: "Es wäre absurd, wenn junge Spieler nur mehr ins Ausland gehen können. Herr Kartnig, den ich persönlich als steirisches Original sehr schätze, hat zudem bei Herrn Stronach in einem laufenden Verfahren eine Statutenänderung erreicht. Außerdem war ich nicht bei der Frau Vizekanzlerin und habe ein Gentlemen's Agreement ausgehandelt."

Mattäus dankt für Neuzugänge

Auch der Transfer von Krzysztof Ratajczyk zur Austria war für Edlinger noch einmal ein Thema. "Er war ein sehr verdienstvoller Rapid-Spieler. Aber wenn jemand die Koffer schon am Verteilerkreis stehen hat, dann soll man ihn nicht aufhalten." Lothar Matthäus dankte dem Präsidenten für die Neuzugänge und unterstrich die neue Qualität: "Ich bin froh über den neuen Kader, er ist jetzt sicher ausgeglichener als noch vor drei Monaten." Andi Herzog stellte ganz klar fest: "Ich bin wieder zurück, um mit der Mannschaft Erfolg zu haben."

Guter Kartenverkauf

Obwohl Grün-Weiß nur als Tabellen-Neunter in die Frühjahrssaison startet, wurden mehr Abos verkauft als in den vergangenen Jahren als Rapid im Titelkampf war. Bereits am Mittwoch war zudem die West-Tribüne für das Spiel gegen Salzburg ausverkauft. Die Rapid-Fans halten ihrem Lieblingsverein also auch in schlechten Zeiten die Treue, aber wohl auch Andi Herzog machts möglich.(APA)

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