Miese Umfragewerte für Salzburger FPÖ

22. Februar 2002, 11:52
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Blauer Sturzflug rund um Schnell

Salzburg - Die FPÖ in Salzburg würde derzeit bei Landtagswahlen dramatische Einbußen erleiden. Die ÖVP dürfte ungefähr ihr Ergebnis von der Landtagswahl 1999 halten, die SPÖ leicht zulegen. Die Grünen könnten ihren Stimmenanteil verdoppeln. Das geht aus einer Umfrage des Salzburger Institutes für Grundlagenforschung (IGF) hervor, die heute, Freitag, veröffentlicht wurde.

Wären am Sonntag Landtagswahlen in Salzburg, käme die ÖVP mit Landeshauptmann Franz Schausberger an der Spitze auf 38 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl 1999 hatte die ÖVP 38,75 Prozent erhalten. Die SPÖ mit LHStv. Gabi Burgstaller brächte es jetzt auf 34 Prozent (1999: 32,37 Prozent). Die FPÖ mit Karl Schnell müsste einen dramatischen Absturz befürchten: Sie käme jetzt auf 14 Prozent (1999: 19,58 Prozent). "Die Ursachen sind auch in den bundespolitischen Rahmenbedingungen zu suchen", so Ernestine Depner-Berger, die Geschäftsführerin des IGF. Erfahrungen aus der Vergangenheit würden aber zeigen, dass sich die FPÖ oftmals schneller erhole als erwartet. Nutznießer der aktuellen Lage wären die Grünen, die ihren Stimmenanteil von 5,4 Prozent (1999) auf 11 Prozent verdoppeln könnte.

Allerdings, räumt das IGF ein, weiß derzeit nur rund jeder zweite Salzburger ganz genau, wen er am kommenden Sonntag wählen würde (54 Prozent). 18 Prozent wissen es überhaupt noch nicht, weitere 12 Prozent eher noch nicht. Die statistische Schwankungsbreite ist deshalb bei den Angaben relativ hoch: ÖVP von 33,5 bis 42,5 Prozent, SPÖ von 29,5 bis 38,5 Prozent, FPÖ von 10,7 bis 17,3 Prozent und Grüne von 8,2 bis 13,8 Prozent.

Das IGF hat von 29. Jänner bis 1. Februar insgesamt 453 Menschen befragt (Grundgesamtheit: Wohnbevölkerung des Bundeslandes Salzburg). Durchgeführt wurde ein mehrstufiges Random-Quota-Verfahen nach Daten des Österreichischen Statistischen Zentralamtes. (APA)

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