Weltweit erste künstliche Leber für Kinder

22. Februar 2002, 11:35
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Verfahren soll Ausfall des Organs bis zur Transplantation überbrücken

Rostock - Eine künstliche Leber soll künftig auch Kindern das Überleben bis zur notwendigen Organtransplantation ermöglichen. Das Rostocker Unternehmen Teraklin wird nach eigenen Angaben Mitte des Jahres unter dem Produktnamen "MARSmini" die weltweit erste künstliche Leber für die jüngsten Patienten auf den Markt bringen.

Gerät soll bei eine Überbrückungshilfe sein

"Viele Kinder mussten bisher sterben, weil die Wartezeit bis zur Transplantation einer geeigneten Leber nicht ausreichte", sagte Teraklin-Vorstandschef Mathias Klingler. Das neu entwickelte Gerät zur Behandlung von akutem und chronischem Leberversagen solle das künftig verhindern.

"MARSmini" übernimmt nach Angaben des Unternehmens außerhalb des Körpers die Entgiftungsfunktion der Leber, wenn diese so stark geschädigt ist, dass sie das Blut nicht mehr selbstständig reinigen kann. Das Verfahren könne somit den Ausfall des Organs überbrücken und die Regeneration der geschädigten Leber unterstützen. Das Blut des Patienten werde dabei in einen externen Kreislauf geleitet. Blut und Reinigungsflüssigkeit strömten aneinander vorbei und seien durch eine feinporige Membran getrennt, durch die nur wasserlösliche Giftstoffe aus dem Blut dringen könnten. Auf diese Weise werde das Blut entgiftet und anschließend wieder in den Körper geleitet. (APA/AP)

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