Letzter Trumpf gegen Almrausch

21. Februar 2002, 21:35
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Weiter Streit um "Edelweißhüttte" - Brauunion erwartet Bescheid

Wien - "Wir rechnen jede Woche mit der gewerberechtlichen Genehmigung." Herbert Pristl von der Brau Union ist im STANDARD-Gespräch optimistisch, dass in der umstrittenen "Edelweißalm" schon bald Gäste bewirtet werden können.

Man habe alle Unterlagen und Gutachten beigebracht, das Verfahren müsse bald entschieden sein. Aber: Auf die Genehmigung wartet man schon seit Monaten - ohne Erfolg, weil die Anrainer jede Menge Einsprüche im Verfahren deponiert haben. Die Eröffnung des Schunkellokals, mit Musik, Kletterwand und Skisimulator hätte schon im Oktober stattfinden sollen, zuletzt war ein Februartermin angekündigt worden.

Anrainer stehen Bauplänen machtlos gegenüber

"Wir Anrainer wurden einfach abgeschossen." Norbert Abel, Rechtsanwalt und Anrainer im Franziskanerviertel hinter dem Stephansdom ist dennoch enttäuscht. Durch eine Änderung des Gewerbeantrags habe die Brauunion den Anrainern die Parteienstellung entzogen. Dadurch stünden sie nun den Bauplänen nahezu machtlos gegenüber. Eine Karte wollen die Anrainer im Kampf gegen das Lokal - sie befürchten eine Verunstaltung des gesamten Viertels - aber noch spielen: Sie wollen im Bezirksbauausschuss untersagen lassen, dass der erste Stock des Gebäudes in der Blumenstockgasse umgewidmet wird für eine Gewerbenutzung. Gelingt das, kann zumindest kein Lokal in der geplanten Größe für Nachtspektakel sorgen. Die Anrainer hoffen, dass Vorsteher Franz Grundwalt (VP) sein Versprechen hält und so das Grätzel schützen lässt. (aw, DER STANDARD Print-Ausgabe 22.2.2002)

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