415 russische Angler auf Eisschollen gefangen

21. Februar 2002, 20:21
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Männer gerettet - Autos versanken

Moskau - In einer dramatischen Rettungsaktion zu Wasser und aus der Luft sind 415 russische Angler von mehreren Eisschollen im offenen Meer des Finnischen Meerbusens geborgen worden. Bis zum Mittwochabend konnten die Angler an Bord der zu Hilfe geeilten Schiffe und Hubschrauber genommen werden. Hubschrauber des russischen Zivilschutzes brachten 123 Angler an Land, der Rest kletterte an Bord von Schleppern.

Auf Probleme stießen die Retter bei zehn Anglern, die sich zunächst weigerten, in Sicherheit gebracht zu werden. Sie wollten dadurch die Bergung ihrer Autos erzwingen, mit denen sie auf das Eis gefahren waren.

Die Männer konnten schließlich überredet werden, ihre Fahrzeuge auf dem Eis zurückzulassen. Sie versanken später im Wasser. Alle Geretteten wurden nach Sankt Petersburg gebracht, wo für sie ein provisorisches Auffanglager errichtet worden war.

Durch das Tauwetter hatte sich am Morgen knapp 80 Kilometer westlich von Sankt Petersburg eine riesige Eisscholle vom Ufer gelöst und die Angler mit auf das offene Meer genommen. Später zerbrach die Scholle in kleinere Stücke. Sturmböen und starkes Schneetreiben behinderten zunächst den Rettungseinsatz mit Schiffen und Hubschraubern. (apa/dpa)

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