Konsumentenschützer befinden Functional Food für überflüssig

25. Februar 2002, 12:20
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Stiftung Warentest empfiehlt Obst und Gemüse

Berlin - Mit speziellen Zusatzstoffen angereicherte Nahrungsmittel sind für eine gesunde Ernährung weitgehend überflüssig. Zu diesem Ergebnis kommt die deutsche "Stiftung Warentest" nach Analyse und Bewertung des so genannten Functional Food, wie sie in ihrem März-Heft berichtet. Bei ausgewogener Ernährung mit viel Obst und Gemüse erhalte der Körper alles, was er brauche, berichtet das Magazin. Außerdem sei die Langzeitwirkung der aufbereiteten Lebensmittel noch unzureichend erforscht.

Zugesetzte Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe oder Omega-3-Fettsäuren könne sich der Verbraucher mit normalen Lebensmitteln preiswerter zuführen, hieß es. Das gelte auch für Ballaststoffe, die oft genug durch die industrielle Verarbeitung entfernt, später aber unter großem Werbeaufwand wieder zugefügt würden. Daraus machten die Hersteller dann ein "präbiotisches" Lebensmittel.

Ballaststoffe seien jedoch in Vollkornprodukten, Sojabohnen, Artischocken und Zwiebeln von Natur aus reichlich enthalten. Wer Omega-3-Fettsäuren brauche, könne als Alternative Seefisch essen. Als einzig sinnvolle Ausnahme für den Zusatz bestimmter Stoffe nannte die Stiftung jodiertes Speisesalz, das einem Jodmangel vorbeugen könne. (APA)

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