Die Pühringer trifft den Pühringer im Bundesrat

21. Februar 2002, 20:14
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Für mehr Frauen, gegen das AKW Temelín

Wien - Im Bundesrat dominierte am Donnerstag der Name Pühringer. Die neue Präsidentin des Bundesrates, die Oberösterreicherin Ute Barbara Pühringer (VP), hielt in der ersten Sitzung der Länderkammer im heurigen Jahr ihre Antrittsrede. Auch Josef Pühringer, der oberösterreichische Landeshauptmann, gab als Vorsitzender der Landeshauptleute eine Erklärung ab.

Wie bei den Landeshauptleuten wechselt auch im Bundesrat der Vorsitz halbjährlich. Die beiden Politiker sind übrigens weder verwandt noch verschwägert. Landeshauptmann Pühringer legte ein "klares Bekenntnis zum Föderalismus" ab, der in Zeiten der Globalisierung und des Zentralismus gestärkt werden müsse. Nach den jüngsten Störfällen war auch das tschechische AKW Temelín wieder ein Thema. Man werde alles tun, "damit Temelín nicht in Betrieb geht". Pühringer kündigte an, "alle rechtlichen Möglichkeiten gegen Temelín auszuschöpfen.

Barbara Pühringer dankte in ihrer Rede dem oberösterreichischen Landtag, dass dieser eine Frau zur Vorsitzenden berufen habe. Das habe auch in Zeiten, in denen der Frauenanteil in den Parlamenten weltweit steige, "immer noch auch Symbolwert". Von den 64 Bundesräten seien derzeit 16 Frauen, was "immerhin" ein Viertel sei.

Drei neue Bundesräte wurden angelobt: Von der SPÖ Alfredo Rosenmaier, für die ÖVP Herat Wimmler und Fritz Grillitsch, Präsident des Bauernbundes. (APA, red, DER STANDARD, Printausgabe, 22.2.2002)

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    Landeshauptmann Josef und Bundesratspräsidentin Barbara Pühringer

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