UNO-Sicherheitsrat berät über Gewalt- Eskalation

21. Februar 2002, 19:10
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Arabische Staaten verlangten Dringlichkeitssitzung - Palästinenser-Vertreter wirft Israel Staatsterrorismus vor

New York - Auf Drängen arabischer Staaten hat der Weltsicherheitsrat am Donnerstag Konsultationen über die Eskalation der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern aufgenommen. Nach den Beratungen hinter verschlossenen Türen sollte möglicherweise noch am selben Tag oder an diesem Freitag eine öffentliche Debatte folgen, hieß es in UNO-Kreisen.

Unterstützt von den Mitgliedstaaten der Arabischen Liga, hatte die Vertretung der palästinensischen Autonomiebehörde am Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung des höchsten UNO-Entscheidungsgremium verlangt. Der Sicherheitsrat müsse dabei die israelischen Angriffe auf Ziele in Palästinensergebieten scharf verurteilen, erklärten Diplomaten arabischer Länder. Gemeinsam mit den Palästinensern beharren sie zudem auf ihrer vor mehr als einem Jahr erhobenen Forderung nach Entsendung einer internationalen Beobachtergruppe. Bisher war dies maßgeblich von den USA blockiert worden.

Der UNO-Vertreter der Arabischen Liga, Hussein Hassouna, wollte erneut einen entsprechenden Resolutionsentwurf einbringen. "Die Lage wird von Tag zu Tag schlimmer; Israels Aktionen werden immer brutaler, und der Sicherheitsrat unternimmt absolut nichts dagegen", sagte Hassouna vor Journalisten. Der palästinensische Vertreter Marwan Yilani erklärte, Israel müsse "als Besatzungsmacht für die Verletzung von Menschenrechten, für Kriegsverbrechen und wegen Staatsterrorismus zur Verantwortung gezogen werden".(APA/dpa)

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