Bluttat aus "Abscheu" gegen Homosexualität und Prostitution

21. Februar 2002, 15:39
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Schütze aus Lausanner Pornokino hat Tat angekündigt

Lausanne - Der Mann, der am Dienstagabend in einem Lausanner Pornokino einen Zuschauer erschoss und zwei weitere verletzte, soll den Amokschützen von Zug bewundert haben. Er verabscheute laut seiner Partnerin Homosexualität und Prostitution.

Den Angaben der Frau lebte der Mann in einem Lausanner Quartier mit Sex-Shops, Saunas und dem Pornokino "Moderne". In diesem Etablissement habe er ein Symbol der Homosexualität, der Prostitution und der Pornografie gesehen, sagte sie in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Matin" vom Donnerstag.

Der Mann kündigte sein Vorhaben seiner Partnerin an. "Im Auto hat er gesagt, dass er ins 'Moderne' gehen wolle; dorthin, wo alle Menschen und Bilder, die er nicht mehr sehen wolle, an einem Ort versammelt seien", sagte sie. Sie habe auf ihn gewartet, ohne sich auszumalen, dass er seine Worte in die Tat umsetzt.

Der 22-jährigen Frau zufolge schoss ihr Lebensgefährte um sich, um Familien zum Denken anzuregen. Die Männer würden solche Kinos besuchen, ohne ihren Frauen etwas davon zu sagen. Der Mann sei dem Amokschützen von Zug gefolgt, dessen Tat er bewundert habe, sagte sie. Ob die Zuger Bluttat ihm direkt als Vorbild diente, wisse sie nicht. (APA/sda)

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