Anklage gegen den Kim Schmitz "Kimble" erhoben

22. Februar 2002, 10:19
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Dem selbernannten Hacker wird Insiderhandel zum Schaden von Anlegern vorgeworfen

Die Münchner Staatsanwalschaft hat Anklage gegen den 28-jährigen Internet-Unternehmer Kim Schmitz erhoben. Dem als "Kimble" bekannt gewordenen Inhaber der Kimvestor AG (München) wird "verbotener Insiderhandel" vorgeworfen. Als Investor bei der börsennotierten Firma LetsBuyIt.com soll der Angeklagte den Kurs mit Hilfe seiner Insiderkenntnisse zum Zweck eigener Gewinne und zum Schaden anderer Anleger beeinflusst haben.

Schon als Teenager

Kim Schmitz, der schon im Teenager-Alter als "Computer-Hacker" von sich reden machte, ist 1994 wegen Betrugs mit Millionenschaden zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Gewinne hatte er sich durch Eindringen in die Computer von Telefongesellschaften verschafft. Sein Prozess brachte ihm damals auch Nutzen. Er gründete mit Unterstützung von Unternehmen Computerfirmen, genoss das Leben im Jet Set, und hatte zuletzt durch Auslobung einer Millionenbelohnung für die Festnahme des Terroristen-Chefs Osama bin Laden von sich reden gemacht.

Auf der Flucht

Er nannte sich "Dr. Kimble" nach dem Protagonisten einer TV-Kultserie der sechziger Jahre. Wie Kimble war er zum Schluss auf der Flucht. Schmitz wurde im Jänner in Bangkok festgenommen und nach München ausgeliefert. Der Prozess wird ihm vor dem Amtsgericht München gemacht. (APA)

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