Novartis Austria investiert kräftig

21. Februar 2002, 14:55
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Wachstum in allen Bereichen

Wien - Die Novartis-Gruppe in Österreich, die zum gleichnamigen in internationalen Chemiekonzern mit Sitz in Basel gehört, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 in allen Bereichen zweistellige Umsatzzuwächse erzielen. "In Anbetracht des schwierigen Umfeldes ist das ein schönes Ergebnis", zeigte sich Christian Seiwald, Präsident von Novartis Austria und Leiter des Konzernsektors Novaritis Generics, am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz mit dem Ergebnis zufrieden.

Auch 2002 will Novartis Austria ihre Marktanteile weiter ausbauen und beim Umsatz wieder zulegen - nicht zuletzt mit hohen Investitionen von mehr als 100 Mill. Euro. Wenn auch ein zweistelliges Wachstum schwierig sein werde, so rechnet Seiwald dennoch mit einem "hohen einstelligen Plus".

Elidel-Zulassung

Einen "Meilenstein für Österreich" bedeute die für das dritte Quartal 2002 erwartete Zulassung von Elidel in Österreich, einem Produkt aus der heimischen Novartis-Forschung, das in den USA bereits genehmigt wurde und das ein Umsatzpotenzial jenseits der Milliarden-Grenze in Schweizer Franken verspreche, so der Österreich-Chef. (Elidel wird für die Behandlung der atopischen Dermatitis - ehemals Neurodermitis - für Patienten ab dem Alter von zwei Jahren eingesetzt, Anm.).

Hoher Exportanteil

Mit einem Gesamtumsatz von 1,065 Mrd. Euro (14,7 Mrd. S) konnte der Konzern in Österreich 2001 ein Umsatzwachstum von 10,7 Prozent erzielen. Auf das Österreich-Geschäft entfällt mit 166 Mill. Euro nach wie vor der geringere Umsatzanteil. Novartis-Produkte im Wert von 899 Mill. Euro werden exportiert, was einer Exportquote von 84,4 Prozent entspricht. Dabei ist der Bereich Biochemie dominierend. Insgesamt beschäftigte Novartis Austria 2001 im Jahresschnitt 2.270 Mitarbeiter, 576 davon im Bereich F&E. Das entspricht einem Zuwachs von 201 Mitarbeitern, die vor allem in der Biochemie dazu gekommen seien.

Investitionen

Die Investitionen in den Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) lagen mit 103 Mill. Euro nach wie vor auf einem "extrem hohen Niveau". In eine neue Produktionsanlage in Kundl seien allein 68 Mill. Euro geflossen, was einem Plus von 21 Prozent im Vergleich zu 2000 entspricht. Der Tiroler Standort soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Wenn die Konzernmutter in Basel die Projekte genehmigt, könnten sich die Investitionen auf über 200 Mill. Euro (2,8 Mrd. S) im Jahr 2003 mehr als verdoppeln, sagte Seiwald.

Seiwald sprach sich erneut für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Zulassung und Vermarktung von Arzneimitteln aus. Auch der nun vorliegende Entwurf einer Transparenzrichtlinie entspricht nach Meinung von Seiwald nicht den EU-Richtlinien. Generell leide der Standort Österreich auf Grund der hohen Steuerquote und der geringen Investitionsförderung an Imageproblemen. (APA)

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