Küssen verlängert das Leben

21. Februar 2002, 16:25
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Studie: Eine harmonische Partnerschaft stärkt das Immunsystem

Hamburg - Dank der Baumspitzhörnchen ist es jetzt endlich erwiesen: Wer gern und häufig küsst, lebt länger. Eine Langzeitstudie an südostasiatischen Tupajas untersuchte die Auswirkungen sozialer Kontakte auf die Körpervitalität und fand heraus, dass Tiere aus harmonischen Partnerschaften seltener krank werden und länger leben. Die Ergebnisse, die im Magazin "National Geographic Deutschland" vorgestellt werden, lassen sich angeblich grundsätzlich auch auf Menschen übertragen.

Belastbarer und krankheitsresistenter

Der Tierphysiologe Dietrich von Holst von der Universität Bayreuth fand mit seiner Studie heraus, dass der Körper in einer harmonischen Beziehung deutlich belastbarer und weniger krankheitsanfällig ist. Stress in geringen Dosen sei häufig anregend, während Dauerstress gesundheitliche Störungen bis hin zum Tod verursachen kann.

Diese Ergebnisse brachte die Beobachtung von Baumspitzhörnchen, die zusammengesetzt wurden. Verstand sich das Tupaja-Paar gut, zeigte es das mit anhaltendem "Küssen", dem arttypischen Begrüßungslecken. War dagegen eines davon unterlegen, reagierte es mit verstärkt ausgeschütteten Stresshormonen und lebensgefährlicher Beschleunigung des Herzschlags. Bei anhaltender Konfrontation nehmen die Tiere rasch an Gewicht ab und können sogar sterben. (APA/AP)

Gustav Klimts Gemälde "Der Kuss"
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