Alarm in NÖ: Verbotenes Antibiotikum in Rind entdeckt

21. Februar 2002, 13:31
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Medikament beeinflusst die Blutbildung beim Menschen - Blutproben der restlichen Tiere werden untersucht

St. Pölten - Ein Bauernhof im Bezirk St. Pölten musste am Dienstag gesperrt werden, nachdem in einer Rindfleischprobe ein verbotenes Antibiotikum entdeckt worden war. Bei einer Hausdurchsuchung wurden keine derartigen Substanzen gefunden, hieß es am Donnerstag im "Kurier".

Dem Bericht der Tageszeitung zufolge wurde ein Jungstier notgeschlachtet, der sich ein Bein gebrochen hatte. Im Schlachthof schlugen Veterinärmediziner Alarm: Bei der routinemäßigen Überprüfung des Fleisches zeigte sich eine hohe Konzentration von verbotenen Antibiotika. In der Folge wurden den restlichen - rund 100 - Rindern Blutproben entnommen und zur Untersuchung eingeschickt.

Antibiotikum nicht für Rinder geeignet

Das auch in der Humanmedizin erlaubte Medikament sei zum Einsatz bei Hunden, Katzen und auch Pferden zugelassen - jedoch nicht bei Tieren, die in die Nahrungsmittelkette gelangen, erläuterte NÖ Landesveterinärdirektor Franz Karner im Niederösterreich-Journal des ORF-Radios. Begründung: "Bei länger andauernder Einnahme beeinflusst es die Blutbildung beim Menschen."

Laut Karner kann sich der betroffene Landwirt den Vorfall nicht erklären. Durch umfangreiche Untersuchungen der Futtermittel und -zusätze sowie der Blutproben will man der Substanz auf die Spur kommen. Die Ergebnisse sollen Mitte nächster Woche vorliegen. (APA)

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