Allianz plant Spezialversicherung gegen Terrorschäden

21. Februar 2002, 13:03
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Deutscher Versicherungsriese auf Partnersuche

München - Nach den Anschlägen vom 11. September plant die Allianz die Gründung einer Spezialversicherung gegen die weltweiten Terrorrisiken. Die Allianz sei derzeit an entsprechenden Gesprächen beteiligt, sagte Allianz-Vorstand Detlev Bremkamp am Donnerstag in München. "Ob diese tatsächlich zu Stande kommen wird, ist derzeit noch offen", sagte er. Die Spezialversicherung könne aber nur als Ergänzung zu einer Beteiligung des Staates bei der Absicherung von Terrorrisiken dienen.

Partner gesucht

Für das Projekt sucht die Allianz nach Informationen der Zeitung noch Partner. Jeder von ihnen solle 20 Prozent des Kapitals von 500 Mill. Euro (6,88 Mrd. S) übernehmen. Bisher habe neben Allianz und Swiss Re die Zurich Financial Services (ZFS) eine Beteiligung zugesagt. Mit weiteren Konzernen werde in der nächsten Woche verhandelt. Die weltgrößte Rückversicherung Münchener Rück, mit der die Allianz eng verbunden ist, bleibe aber außen vor. "Wir sind aber gefragt worden", sagte eine Münchener Rück-Sprecherin am Donnerstag in München. Näher wollte sie sich nicht äußern.

Nach den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September hatten viele Versicherer die Folgen derartiger Angriffe vom Versicherungsschutz ausgeschlossen oder die Preise drastisch erhöht. Speziell große Industrieunternehmen wurden dadurch in Bedrängnis gebracht(APA/dpa)

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