Mehr ehelicher Sex solle Prostitution verhindern

21. Februar 2002, 11:40
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Italienischer Priester schockt mit Ansichten

Rom - Ein italienischer Priester schockt die Gesellschaft des Landes: Nach Meinung von Oreste Benzi sind die italienischen Ehefrauen schuld, dass die Prostitution auf den Straßen immer mehr zunimmt. "Wenn die Frau zu einem Stein wird, zwingt sie den Ehemann, andere Körper zu suchen", sagte Benzi, der eine kirchliche Organisation zur Bekämpfung der Prostitution führt. in einem Interview mit dem katholischen Magazin "L'Eco di San Gabriele".

Mehr ehelicher Sex solle Prostitution verhindern

"Je mehr Sex in der Ehe selten und vor allem unbefriedigend wird, desto mehr floriert die Prostitution", so der Geistliche. Das Desinteresse der Frauen, aber auch die zahlreichen Affären der italienischen Männer seien Elemente, die das gemeinsame Zusammenleben gefährden und die Prostitution fördern, meinte der Priester, der in zehn Jahren über 3.500 Mädchen von der Straße gerettet hat.

Priester rief die italienischen Pfarreien zur hilfe gegen Prostitution auf

Der Priester rief die 24.000 italienischen Pfarreien auf, junge ausländische Prostituierte aufzunehmen und ihnen helfen, sich vom "erdrosselnden Druck" der Organisierten Kriminalität zu befreien. Benzi erklärte, dass etwa eine albanische Minderjährige mindestens 500 Euro (6.880 S) pro Nacht verdienen müsse, andernfalls drohen ihr Schläge und schreckliche Folterungen.

Der Priester hatte vor einem Monat den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi besucht und ihm seine Vorschläge zur Bekämpfung der Prostitution vorgelegt. Benzi hatte Berlusconi in Begleitung von zwei Mädchen getroffen, die dieser von der Straße geholt hatte. Berlusconi hatte den beiden Mädchen, einer minderjährigen Albanerin und einer Bulgarin jeweils 5.000 Euro (5.000 Euro/68.802 S) geschenkt. (APA)

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