Arthur Andersen sucht außergerichtliche Einigung mit Enron-Gläubigern

21. Februar 2002, 13:04
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Angebot von 600 Millionen Dollar als unzureichend abgelehnt

New York - Die Arthur Andersen LLP will mit den Aktionären, Gläubigern und Beschäftigten der Enron Corp, Houston, eine umfassende außergerichtliche Einigung aushandeln. Das "Wall Street Journal" (Donnerstagausgabe) berichtet unter Berufung auf einen Verhandlungsteilnehmer, Andersen habe bei einem Treffen mit dem Gläubigerausschuss von Enron am Dienstag ein Angebot über 700 bis 800 Mill. Dollar (bis zu 920 Mill. Euro/12,7 Mrd. S) vorgelegt.

Nach Darstellung der Zeitung haben aber Anwälte von Enron-Aktionären bereits mitgeteilt, es wäre unvernünftig, schon zu Beginn der Untersuchung des Enron-Falles ein Angebot anzunehmen. Noch sei der Grad der Verantwortung von Andersen an dem Enron-Skandal nicht geklärt. Einige Enron-Großaktionäre haben Enron und Andersen bei einem Gericht in Houston verklagt. Auch gegenüber diesen sollen Andersen-Anwälte bereits den Wunsch nach einer gütlichen Einigung bekundet haben.

In der vergangenen Woche sei ein Angebot von 600 Mill. Dollar unterbreitet worden. Dies hätten die Anwälte der Kläger als unzureichend abgelehnt. Der Ausschuss der unbesicherten Gläubiger, dem am Dienstag das Angebot unterbreitet worden sein soll, hat noch keine Klage eingereicht. Er zieht dies dem Bericht zufolge aber in Erwägung.(APA/vwd)

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