Junge Haut und fahler Teint

21. Februar 2002, 07:58
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Rosa Haut ist gut durchblutet

Wien - Reifere Damen klagen über Falten, ein kosmetisches Problem vieler junger Frauen ist hingegen ein fahler, schlaffer Teint. Das hält die Haut vom Strahlen ab: Rauchen, Umweltverschmutzung, zu intensives Flirten mit der Sonne und vor allem Stress, zu wenig Schlaf und eine unausgewogene Ernährung.

Die Haut ist der Spiegel des inneren Wohlbefindens. Bei Angst werden wir blass, bei Aufregung laufen wir rot an, bei Depressionen oder Erschöpfung wird man fahl im Gesicht. Sind wir glücklich, strahlen die Wangen in einem als positiv empfundenen Rosa. Pralle, gut durchblutete Haut wird mit Gesundheit und Schönheit assoziiert.

Ausstrahlung und Frische durch Feuchtigkeit

Die Ausstrahlung und Frische der Haut hängt mit ihrer Irrigation zusammen, also mit der Mikrozirkulation und der Versorgung mit Feuchtigkeit. Stress und Müdigkeit hinterlassen Spuren: Stresshormone verengen die feinen Kapillaren, die Durchblutung wird verlangsamt, der Feuchtigkeitshaushalt gestört.

Rosa Haut ist gut durchblutet

Die Färbung und das Erscheinungsbild der Haut, ob rosig oder fahl, ebenmäßig oder schlaff, wird durch die Beschaffenheit der Epidermis (Oberhaut) und der Dermis (Lederhaut) bestimmt. Das ist messbar: UV-Licht wird teilweise reflektiert, teilweise absorbiert und dann wieder aus der Haut gestreut. Das Pigment Melanin "saugt" die Farbe Braun auf, das beta-Karotin Orange, der Blutfarbstoff Hämoglobin Rot. "Bei guter Durchblutung wird vom Hämoglobin ein großer Teil des Lichts absorbiert und nur Rot reflektiert. Das ergibt den rosigen Teint", so Prof. Sanja Schuller-Petrovic von der Grazer Universitätsklinik für Dermatologie.

Veränderungen in der Haut

Die genannten schädlichen Umwelteinflüsse führen zu Veränderungen in der Haut, die die Lichtreflexion beeinflussen: Mangel an Feuchtigkeit und Lipiden (Fetten), Verhornungen und Pigmentvermehrungen lassen die Epidermis stumpf und rau aussehen. Verminderte Durchblutung, gestörte Kollagensynthese, ein Mangel an elastischen Fasern und Hyaluron (steuert u.a. den Wassergehalt, Anm.) in der Dermis bewirken, dass der Teint fahl und schlaff wird.

Stress macht Haut fahl

Junge Frauen wissen um die Zusammenhänge übrigens bestens Bescheid: Eine Umfrage des Pflegespezialisten Vichy hat ergeben, dass 59 Prozent den Faktor Stress an die Spitze der fünf "größten Gefahren für die Haut" reihen. Es folgten "unausgewogene Diäten" (56 Prozent), "Umweltverschmutzung" (54 Prozent), "zu lange UV-Exposition" (47 Prozent) und "Rauchen" (44 Prozent). Die Gegenstrategien lauten klarerweise: früh zu Bett gehen, gesunde, vitaminreiche Ernährung, maßvoller Umgang mit der Sonne und Tabakverzicht.(APA)

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