Deutschland beim Sammeln am fleißigsten

5. März 2002, 16:44
posten

Unsere Nachbar-AthletInnen stellten einen neuen Medaillen-Rekord auf. Ebenfalls nicht faul beim Edelmetall-Gewinnen: die USA und Norwegen

Salt Lake City - Mit der besten Olympia-Bilanz aller Zeiten hat Deutschland die Medaillenwertung der XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City beendet. Mit 35 Medaillen (12-16-7) übertrafen die Deutschen sogar ihre bisher beste Ausbeute von Nagano 1998 (12/9/8). Damals gab es allerdings zehn Bewerbe weniger (68) als nun in SLC (78).

Norwegen (11-7-6) landete an zweiter Stelle vor Gastgeber USA, der so erfolgreich abschnitt wie nie zuvor. Mit 34 Medaillen (10-13-11) gehören sie bei Winterspielen erstmals zu den drei besten Nationen. 1994 in Lillehammer und 1998 in Nagano hatte die USA jeweils 13 Medaillen geholt. "Dass es so viel werden würden, ist unbeschreiblich. Wir sind alle restlos begeistert. Das ist mehr als ein 'Miracle on Ice'", jubelte die überglückliche NOK-Präsidentin Sandy Baldwin.

Zum großen Verlierer wurde Russland, das erstmals seit der Olympia-Premiere der damaligen UdSSR 1956 in Cortina d'Ampezzo nicht zu den besten drei Nationen gehört. Die russischen Sportler holten nur halb so viele Siege wie erwartet, was vor allem auf katastrophale Trainingsbedingungen zurückgeführt wird. "Wir haben keine anständigen alpinen Ski-Strecken, Loipen und Bobbahnen, wir haben gar nichts", beschwerte sich die weltweit erfolgreichste Eiskunstlauf-Trainerin Tatjana Tarassowa. Deswegen trainierten zuletzt viele russische Athleten im Ausland. Präsident Wladimir Putin kündigte nun ein Notprogramm an. Demnach sollen 1.000 neuen Stadien und Sportanlagen gebaut werden.(APA/dpa)

Share if you care.