Dido, Kylie Minogue und Robbie Williams räumen bei Brit Awards ab

21. Februar 2002, 06:15
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Elton John wetterte gegen Popstars aus der Retorte

London - Dido, Kylie Minogue und Robbie Williams haben bei der diesjährigen Verleihung der Brit Awards die wichtigsten Preise gewonnen.

Dido wurde am Mittwoch in London als beste britische Solokünstlerin ausgezeichnet, ihr Album "No Angel" wurde zum besten britischen Album gekürt. Die Australierin Kylie Minogue erhielt den Preis als beste internationale Solokünstlerin und gewann mit "Fever" in der Kategorie "Bestes internationales Album". Robbie Williams bekam als bester britischer Solokünstler schon seinen 13. Brit Award.

Gorillaz gingen trotz sechs Noiminierungen leer aus

Eine große Enttäuschung wurde der Abend für die Comic-Band Gorillaz, die zwar mit sechs die meisten Nominierungen bekommen hatte, aber letztlich leer ausging. Sting wurde mit einem Award für sein Lebenswerk geehrt. Beste britische Gruppe wurde - zum zweiten Mal in drei Jahren - Travis, beste internationale Gruppe Destiny's Child. Als bester britischer Newcomer ging die Boyband Blue von der Bühne; "Don't Stop Movin'" von S Club 7 wurde von Radiohörern zur besten britischen Single gewählt.

Shaggy als bester internationaler Solokünstler augezeichnet

Shaggy wurde als bester internationaler Solokünstler ausgezeichnet. Den Titel der besten internationalen Newcomer sicherte sich die US-Band The Strokes, die irische Boyband Westlife wurde mit dem Award für den besten Pop ausgezeichnet. Britische Musikjournalisten haben kritisch angemerkt, dass Madonna trotz ihrer erfolgreichen Tournee ebenso wenig nominiert worden war wie Britney Spears.

Elton John wetterte gegen Popstars aus der Retorte

Elton John, der ebenfalls zwei Mal nominiert war, aber leer ausging, wetterte am Mittwochabend in der BBC gegen "Popstars aus der Retorte", die meist nur "mittelmäßig" seien. "Man kann die kaum noch voneinander unterscheiden, es gibt zu viel davon", kritisierte er. Wirklich talentierte Musiker mit Ecken und Kanten schafften es nicht mehr nach oben.

Ohne traditionelle Skandale

Die Brit Awards werden traditionell von werbewirksamen Skandälchen begleitet. Im vergangenen Jahr führte das Auftreten des umstrittenen US-Rappers Eminem zu Raufereien. Davor forderte Robbie Williams seinen Oasis-Rivalen Liam Gallagher nach einer Schmähkritik zu einem Boxkampf heraus. 1998 wurde der britische Vizepremier John Prescott mit einem Eimer Wasser übergossen. 1996 quittierte Pulp-Sänger Jarvis Cocker einen Auftritt von Michael Jackson mit entblößtem Hinterteil und wurde anschließend festgenommen. Heuer kam es zu keinen Zwischenfällen. (APA/dpa)

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