Prescott: Keine Vorbereitungen für Militärschlag gegen Irak

21. Februar 2002, 12:03
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Britischer Vize-Premier: Bagdad soll UNO-Inspektoren ins Land lassen

Doha - Großbritannien ist nach den Worten von Vize-Premierminister John Prescott nicht mit Vorbereitungen für einen amerikanischen Militärschlag gegen den Irak befasst. Vor Journalisten in Doha in Katar bekräftigte Prescott jedoch, der Irak müsse sich an die UNO-Resolutionen halten, die vom Irak verlangten, die UNO-Inspektoren zur Kontrolle der Beseitigung aller Massenvernichtungswaffen wieder ins Land zu lassen. "Engagement ist wichtig", sagte Prescott, "man muss geduldig sein und hoffen, dass der Irak den UNO-Resolutionen gehorcht."

Prescott sagte weiter, UNO-Generalsekretär Kofi Annan sei im Gespräch mit der irakischen Führung, um den Stillstand wegen der irakischen Weigerung aufzuheben, die Inspektoren wieder einzulassen. Der Irak hatte am Mittwoch mitgeteilt, man suche nach einem Termin für Gespräche ohne Vorbedingungen mit den Vereinten Nationen (UNO). Der amerikanische Präsident George W. Bush hatte den Irak zusammen mit dem Iran und Nordkorea wegen angeblicher Pläne zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen als "Achse des Bösen" bezeichnet. Dem Irak hatte er mit Konsequenzen gedroht, sollte er die 1998 abgezogenen Inspektoren nicht wieder zulassen.

Der britische Außenminister Jack Straw hatte sich in der vergangenen Woche mit dem Wunsch hinter die USA-Position gestellt, die Führung von Präsident Saddam Hussein im Irak möge zu Ende gehen. Aber auch Straw hatte versichert, derzeit werde keine militärische Aktion gegen Irak geplant.

Die Sanktionen gegen den Irak waren 1990 in Zusammenhang mit dem Überfall Iraks auf den Kuwait verhängt worden. (APA/Reuters)

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