Existenzangst in der Kunstszene

20. Februar 2002, 18:54
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In Österreichs Kunstszene geht die Existenzangst um: Dem Kulturprokjekt Der Erste Linzer Kindercirkus (12 Se 502/01p, LG Linz), der ART & CULTURE Veranstaltungs Gesellschaft m.b.H. (20 Se 575/01m, LG Wels), der Szenario Entertainment Musical Productions GmbH (20 S 34/02d, LG Wels) und der Mercur Messe- und Veranstaltungs-GmbH (26 Se 191/01t, LG Eisenstadt) wird der Konkurs mangels Kostendeckung nicht eröffnet.

Die Veranstalterin Johanna König verhandelt am 6. März um den Zwangsausgleich (3 S 687/01a, HG Wien), die KulturConsult GmbH am 2. April (3 S 529/ 01s, HG Wien), am 30. April Louis Knie (S 237/01g, BG Hainburg), am 21. März die ART & EVENT SPECIAL PR UND KULTUR-MANAGEMENT GESELLSCHAFT M.B.H. (36 S 2/02i, LG Korneuburg), am 26. Februar die Christkindlwelt Betreibergesellschaft m.b.H. (14 S 137/ 00w, LG Steyr) und am 21. Februar die EVENT Marketing + Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. (20 S 601/00h, LG Wels).

Günther Allesch, der in Klagenfurt in der Karfreitstraße und am Fleischmarkt die OPTIK ALLESCH betreibt, kämpft am 4. März um seinen Zwangsausgleich (41 S 2/02w, LG Klagenfurt); die ALLESCH COLLECTION DESIGN - Brillenvertriebsgesellschaft m.b.H. nunm. KG in der Bahnhofstraße wiederum wurde per Dezember geschlossen (41 S 368/01t, LG Klagenfurt). Der Niedermeyer Augenoptik GmbH schließlich wurde je eine Filiale in Innsbruck, Wels und Graz geschlossen. Bis 5. März können sich Gläubiger Zeit lassen (42 S 1/02g, HG Wien).
[] Die Chancen, dass die AUTOPART Handelsgesellschaft m.b.H. ihre 20 Filialen, 240 Mitarbeiter und 30 Millionen Euro Umsatz, bestehen bleiben ist groß, was ihr Geschäftsführer Bernhard Weber, 51, nicht abwarten wollte und sich fast gleichzeitig mit dem Konkursantrag im Jänner das Leben nahm (23 S 29/02p, LG Salzburg).

Die aus der Ericsson Austria Aktiengesellschaft gebröselte AHEAD COMMUNICATIONS SYSTEMS AG hat den Ausgleich verpasst (41 Sa 369/01s) und befindet sich nun im Anschlusskonkurs (41 S 32/02h, beide HG Wien). Und die aus der Kaindl-Gruppe übrig gebliebene Anton Berghofer Gesellschaft m.b.H. wird am 18. April versuchen 1,8 Mio. Euro Passiva für etwa 80 Gläubiger zu verhandeln (2 S 83/02x, HG Wien)

Von Harry Kain, E-Mail: pech.pleiten @chello.at
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