Wenig Licht beim Kredit

21. Februar 2002, 12:30
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Konsumentenschützer: Mangelnde Transparenz bei Informationen über Kredite

Wien - Scharfe Kritik an der mangelnden Transparenz der heimischen Banken bei den Informationen über Kredite kommt vom Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Die Unterschiede bei den Kontoführungsgebühren seien zudem groß. Sie liegen der Erhebung zufolge zwischen 13,08 Euro (179,98 S) und 39 Euro (537 S) pro Jahr. Als einzige der getesteten Banken beziehe die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien die Kontoführungskosten in Berechnung von Effektivzinssatz und Gesamtbelastung ein. Der VKI fordert daher eine Einbeziehung der Kontogebühren auch im BWG.

Verhandlungsspielraum

Nicht ungenützt lassen sollten die Konsumenten den Verhandlungsspielraum bei den Konditionen, der sowohl bei den Zinssätzen als auch bei den Bearbeitungsgebühren bestehe. Dieser liege bei bis zu 1,5 Prozent bei den Zinsen und zwischen ein Prozent und drei Prozent bei den Bearbeitungsgebühren.

Abgeraten wird von einer Orientierung am Nominalzinssatz. Hilfreich sei ein Tilgungsplan, der allerdings von den meisten Banken nicht angeboten werde. Die Schwankung zwischen den höchsten und den niedrigsten Gesamtkosten für einen Kredit von 20.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren liegt dem Konsument-Test zufolge bei 1152 Euro. Am besten habe im Beobachtungszeitraum die Volksbank Wien mit einer Gesamtbelastung von 24.252 Euro abgeschnitten, am teuersten sei die Entrium Direktbank mit 25.404 Euro, heißt es in der heutigen VKI-Aussendung. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 21.2.2002)

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