Späte Reaktion auf NS-Bild in Margareten

21. Februar 2002, 13:43
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Wettbewerb für KünstlerInnen "zur kritischen Auseinandersetzung" ausgerufen

Wien - Das Einzige, was nach dem Krieg entfernt wurde, war das Hakenkreuz. Der Rest blieb an der Außenwand des Gemeindebaus in der Margaretener Brandmayergasse 27. Die Malerei aus dem Jahr 1938 von Rudolf Böttger - in der NS-Zeit im Rahmen des "Wiener Gaukulturrates" für Malerei zuständig: deutsche Großfamilie, der Sohn in HJ-Uniform hält einen NS-Wimpel.

Wohnbaustadtrat Werner Faymann und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) haben nun einen KünstlerInnen-Wettbewerb zur kritischen Auseinandersetzung mit diesem Wandbild ins Leben gerufen. Die Jury aus Experten sowie Vertretern des Bezirks und der Mieter hat nach ersten Beratungen drei Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihre Vorschläge bis zum 29. März 2002 einzureichen: Und zwar Johanna und Helmut Kandl, Julius Deutschbauer und Ulrike Lienbacher. Das Siegerprojekt wird im April gekürt. (frei)

(DER STANDARD, Printausgabe, 21.2.2002)
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