Frankreich gegen Ausweitung des ISAF-Mandats

20. Februar 2002, 17:52
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Verteidigungsminister Richard: "Dies ist unrealistisch"

Tokio - Der französische Verteidigungsminister Alain Richard hat Forderungen nach einer Ausweitung des Mandats der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) zurückgewiesen. Die ISAF mit der militärischen Kontrolle auch außerhalb der Hauptstadt Kabul zu beauftragen wäre "unrealistisch", sagte der Politiker am Mittwoch in Tokio. Sollte die Truppe für die Sicherheit von zehn oder mehr Städten sowie mehrerer wichtiger Straßen zuständig sein, würde dies den bisherigen Rahmen der Operation sprengen. Hinzu komme, dass es in Afghanistan keine geeignete Infrastruktur gebe, betonte Richard.

Die von den Briten geleitete ISAF soll bis Ende des Monats rund 4.500 Mann zählen. Ihr Mandat ist bisher auf die Hauptstadt Kabul begrenzt. Die im Dezember eingesetzte afghanische Interimsregierung wünscht jedoch, dass die internationale Truppe auch in anderen Provinzen des Landes eingesetzt wird, um Zusammenstöße zwischen unterschiedlichen Volksgruppen zu verhindern. (APA)

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