Staatsanwälte prüfen Computer Associates

22. Februar 2002, 13:17
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Zu hohe Gewinne ausgewiesen?

US-Staatsanwälte prüfen nach einem Zeitungsbericht wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Bilanzrichtlinien die Bücher des weltweit viertgrößten Herstellers von Computersoftware Computer Associates International Inc. Die Aktie des Unternehmens brach daraufhin am Mittwoch an der New Yorker Aktienbörse um 15,65 Prozent auf 21,35 Dollar ein. Computer Associates wies die Anschuldigungen zurück.

Zu hohe Gewinne?

Die Zeitung "New York Times" berichtete am Mittwoch, die Staatsanwälte prüften, ob das Unternehmen zu hohe Gewinne zur Steigerung des Aktienkurses und zur Bereicherung von Vorständen ausgewiesen hat. Computer Associates habe seit Oktober 2000 seine Finanzberichte in einer nicht dem Standard entsprechenden Form erstellt. Dadurch seien Gewinne und Umsätze wesentlich höher ausgefallen, als dies nach üblichen Bilanzregeln der Fall gewesen wäre. Ehemalige Beschäftigte hätten erklärt, das Unternehmen habe diese Form der Bilanzierung gewählt, weil es keine Möglichkeit gesehen habe, seine Ergebnisse im Rahmen der üblichen Regeln aufzublähen.

"Unsere Finanzberichterstattung hat immer mit allen anwendbaren Bilanzrichtlinien übereingestimmt"

Das Unternehmen teilte in einer Stellungnahme mit, es sei nicht von den Behörden wegen einer Untersuchung angesprochen worden. Computer Associates wisse nicht was, wenn überhaupt ermittelt werde. "Unsere Finanzberichterstattung hat immer mit allen anwendbaren Bilanzrichtlinien übereingestimmt. Wenn es Fragen gibt, sehen wir einer Kontaktaufnahme entgegen und erwarten, die Gelegenheit zu haben, uns gegen Hörensagen zu verteidigen, das sich nach unserer Einschätzung als unbegründet erweisen wird", hieß es in der Stellungnahme.(Reuters)

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