Riess-Passer scheiterte mit Böhmdorfer-Ablöse

21. Februar 2002, 23:25
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Als der Kärntner Landeshauptmann in seiner Gekränktheit die "Haider-lastigen Minister" aufrief, es ihm gleichzu- tun und sich aus der Bundespolitik zurückzuziehen, hätte man annehmen können, dass Justizminister Dieter Böhmdorfer als Erster seinen Hut nimmt. Böhmdorfer ist Jörg Haider in aller Freundschaft und Loyalität ergeben.

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer hätte ihre Freude mit diesem Schritt gehabt. Neben Infrastrukturministerin Monika Forstinger wollte sie auch Böhmdorfer austauschen, heißt es in höchsten FP-Kreisen.

Aber da ist nun doch wieder der Kärntner Landeshauptmann dagegen, so ernst war das mit dem Rückzug der Minister nicht gemeint. Riess-Passer muss also weiter mit Böhmdorfer als Justizminister leben, Generalvollmacht hin oder her. Dabei hätte sie schon einen Kandidaten gehabt: Norbert Gugerbauer, der vor zehn Jahren von Jörg Haider als Klubobmann im Parlament abgelöst wurde. Und seither zur Partei schweigt. (völ, DER STANDARD, Printausgabe, 21.2.2002)

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