Storm Telecommunications: Soros dreht Geldhahn zu

20. Februar 2002, 17:31
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Britischer Glasfasernetz-Betreiber beantragt Gläubigerschutz

Wien - Der auch in Österreich tätige Glasfasernetz-Betreiber Storm Telecommunications hat in England Gläubigerschutz beantragt und den überwiegenden Teil des Personals entlassen. Das bestätigte Storm-Österreich-Chef Dieter Groller am Mittwoch dem WirtschaftsBlatt. Der Mehrheitseigentümer, Investment-Mogul George Soros, war laut Groller zu einer weiteren Kapitalspritze nicht mehr bereit. Der Wirtschaftsprüfer KPMG wurde zum Masseverwalter bestellt, man hoffe, eine Gläubigerquote von rund einem Drittel zu erreichen.

An Storm sind laut WirtschaftsBlatt zu 80 Prozent die Soros Private Equity Partners und zum Rest das Investmenthaus Merrill Lynch beteiligt. Das 1998 gegründete und bis jetzt mit rund 260 Mill. Dollar finanzierte Unternehmen hat seitdem europaweit 14.000 Kilometer Glasfaserleitungen angekauft und in Betrieb genommen. Die Österreich-Niederlassung wurde im Mai 1999 aus der Taufe gehoben, daneben gab es bis jetzt noch sieben andere Landesvertretungen. (APA)

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