Verkaufsempfehlung schickt RHI-Aktie in den Keller

20. Februar 2002, 16:34
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Papiere des Feuerfestherstellers kurzfristig um 20 Prozent gefallen

Wien - Die im prime market der Wiener Börse notierten Aktien des angeschlagenen Feuerfestkonzerns RHI mussten am Mittwoch deutliche Abschläge hinnehmen. Die Papiere brachen im Verlauf bei hohen Umsätzen kurzfristig um 20 Prozent auf 6,4 Euro ein, nachdem Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) die Titel von "Untergewichten" auf "Verkaufen" herunter gestuft hatten. Den fairen Wert bezifferten die Aktienexperten mit 5 Euro. Der RCB zufolge werde das Unternehmen im Jahr 2002 zwar in die Gewinnzone zurückkehren. Die Gewinne würden zunächst jedoch für den Aufbau einer Eigenkapitalbasis aufgebraucht werden, hieß es.

"Übertrieben tief"

Händler äußerten sich hingegen skeptisch bezüglich der Analyse und bezeichneten den angegebenen fairen Wert als "übertrieben tief". Die Aktie sei bereits auf einem Niveau von 6,5 bis 7,0 Euro billig und könnte genügend Käufer finden, hieß es im Handel. "Der Weg dorthin wird nicht auf einmal zurückgelegt, sondern nur schrittweise vor sich gehen", gab ein Marktteilnehmer zu bedenken. RHI konnten sich am späten Nachmittag von den Tagestiefstständen erholen und notierten bis knapp nach 16:00 Uhr um 3,75 Prozent auf 7,70 Euro tiefer. (APA)

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