Internet-Dienstleister Wanadoo 2001 mit höherem Nettoverlust

20. Februar 2002, 16:35
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Umsatz um 30 Prozent erhöht

Der zur France Telecom gehörende Internet-Dienstleiter Wanadoo hat im Geschäftsjahr 2001 einen höheren Nettoverlust verzeichnet, beim sogenannten Kernverlust (Ebitda) aber die Prognosen der Analysten übertroffen. Wanadoo-Chef Nicolas Dufourq bekräftigte am Mittwoch in Paris zudem, 2002 - ein Jahr früher als zunächst angekündigt - einen Kerngewinn zu erzielen. Der Umsatz werde um 30 Prozent wachsen.

Kernverlust konnte reduziert werden

Wanadoo teilte mit, der Nettoverlust sei im abgeschlossenen Jahr hauptsächlich wegen technischer Verzögerungen und des rückläufigen Werbemarktes auf 193 Mill. Euro (2,66 Mrd. S) von 102 Mill. Euro im Vorjahr gestiegen. Der operative Verlust habe auf 153 (129) Mill. Euro zugenommen. Dagegen sei der von Analysten stark beachtete Kernverlust, vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) auf 64 (66) Mill. Euro reduziert worden. Im Geschäftsbereich Gelbe Seiten und andere Unternehmensdienstleistungen sei der Kerngewinn auf 239 (226) Mill. gesteigert worden, während im Internetsektor der Kernverlust auf 290 (285) Mill. Euro gewachsen sei.

Priorität auf Breitband-Internet und Internet

Wanadoo bekräftigte zugleich, 2002 die Priorität auf die Entwicklung von Breitband- und anderen Internet-Diensten zu legen, um die Schwäche des Werbemarktes, der einst beträchtliche Einnahmen brachte, auszugleichen. In ihrem Bestreben, die Einnahmen zu steigern, hatten auch die Konkurrenten von Wanadoo, wie die deutsche T-Online und die spanische Terra Lycos verstärkte Anstrengungen bei Breitbanddiensten unternommen.

Durch die Übernahme des britischen Internet-Dienstleisters Freeserve habe Wanadoo seine Kundenbasis 2001 um 2,4 Mill. verbreitert, teilte das Unternehmen mit. Zum Jahresende 2001 habe die Gesamtzahl der Kunden sechs Mill. betragen. Dufourq erklärte, die Zahl der Kunden werde 2002 auf acht Mill. steigen.(APA/Reuters)

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