Ericsson-Chef Hellstrom sieht Krise überstanden

20. Februar 2002, 16:18
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Trotz Marktsättigung großes Wachstumgspotential

Cannes - Nach der Telekomkrise 2001 blickt der schwedische Mobilfunkhersteller Ericsson optimistisch in die Zukunft. "2001 war ein schwieriges Jahr mit großen Herausforderungen. Doch nun haben wir das Schlimmste überstanden", sagte Ericsson-Vorstandsvorsitzender Kurt Hellstrom am Mittwoch vor Journalisten auf der Handymesse 3GSM World Congress in Cannes. Trotz der hohen Marktsättigung vor allem in Europa sieht Hellstrom noch großes Wachstumspotential: "15 Prozent der Weltbevölkerung hatten Ende 2001 ein Handy. In Asien etwa liegt die Penetration aber erst unter 10 Prozent", betonte der Ericsson-Chef.

"Ende 2001 gab es weltweit rund 950 Mill. Handyuser, 425 Mill. davon sind Wertkartentelefonierer. Bis Ende 2002 wird die Zahl der Mobiltelefonierer um 200 Millionen auf rund 1,14 bis 1,17 Mrd. steigen, die der Wertkartenbesitzer auf 600 Millionen", schätzt Ericsson-Senior Vice President Torbjoern Nilsson.

Verkaufszahlen werden um zehn Prozent wachsen

Die Zahl der verkauften Handys - Ende 2001 waren es 390 Millionen - werde bis Ende 2002 um 10 Prozent wachsen, vor allem durch den Ersatz der bisherigen Geraete durch internetfähige Handys mit der Technologie GPRS (General Packet Radio System). Die Zahl der verkauften GPRS-Handys werde bis Ende 2002 von 5 Mill. auf 50 bis 70 Mill. steigen, die Zahl der Benutzer von Datendiensten via Handy von derzeit rund 60 Mill. auf 80 bis 100 Mill.

Bis Ende 2001 wurden monatlich 30 Mrd. Kurznachrichten (SMS) via Handy verschickt, heuer werde diese Zahl auf 45 Mill. steigen, prognostizierte Nilsson.

Den "wirklichen Start" der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems) erwartet Hellstrom 2003, wiewohl einige Betreiber den kommerziellen Start der UMTS-Netze bereits für heuer planen würden. Die größten Investitionen der Betreiber bei UMTS lägen in den Services, nicht in der Infrastruktur. (APA)

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