"2001 war ein brutales Jahr"

21. Februar 2002, 16:34
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WPP rechnet heuer mit schrittweiser Erholung des Werbemarkts

Nach einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr erwartet der zweitgrößte Werbekonzern der Welt, die britische WPP Group, für das laufende Geschäftsjahr eine schrittweise Erholung der Branche. "2001 war ein brutales Jahr. 2002 wird schwierig, aber hoffentlich nicht so traumatisch", erklärte WPP-Chef Martin Sorrell am Mittwoch in London. WPP werde nach einem Umsatzrückgang von drei Prozent 2002 seinen flächenbereinigten Umsatz voraussichtlich halten.

Erholung in der zweiten Jahreshälfte

Nach dem Kollaps zahlreicher Dotcom-Firmen, den Anschlägen am 11. September und dem Wirtschaftsabschwung im Jahr 2001 werde die zweite Jahreshälfte aller Voraussicht eine Besserung zeigen, teilte WPP mit. "Die Frühindikatoren weisen darauf hin, dass das weltweite Wachstum bei Ausgaben für Werbung und Marketing-Dienstleistungen gleich bleibt", fügte WPP-Chef Sorrell hinzu. Zu den WPP-Kunden zählt unter anderem der US-Autokonzern Ford.

Der Vorsteuergewinn vor Firmenwertabschreibungen ("goodwill") stieg den Angaben zufolge auf Grund von Zukäufen um 29 Prozent auf 490 Mill. Pfund (803 Mill. Euro/11,05 Mrd. S) und übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 486 Mill. Pfund gerechnet hatten. Ohne die Akquisitionen fielen die WPP-Umsätze flächenbereinigt um drei Prozent, während die Gesamtumsätze um 35 Prozent auf 4,022 Mrd. Pfund stiegen. Flächenbereinigt erwarte WPP 2002 die Umsätze auf Vorjahresniveau bei einer stärkeren zweiten Jahreshälfte. (APA/Reuters)

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