Tausende Argentinier ziehen wegen Kontensperrungen vor Gericht

20. Februar 2002, 16:36
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Insgesamt über 22.000 Beschwerden eingereicht

Buenos Aires - Rund 7000 Argentinier haben am Dienstag Beschwerde gegen die Beschränkung von Barabhebungen von ihren Bankkonten eingelegt. Vor dem Justizpalast in der Hauptstadt Buenos Aires bildeten sich ab dem frühen Morgen Schlangen von mehreren hundert Metern Länge. Nach Angaben der Justizbehörden wurden damit insgesamt mehr als 22.000 Beschwerden eingereicht. Die Beschwerden richten sich gegen die Entscheidung der Regierung vom Dezember, Kontoinhabern nur bestimmte Summen zu gewähren und in Dollar angelegte Guthaben nur noch in der Landeswährung Peso auszubezahlen.

Die Zwangsmaßnahme, mit der die Regierung angesichts der schweren Wirtschaftskrise der Kapitalflucht begegnen wollte, hatte wochenlang Proteste ausgelöst. Hunderttausende gingen dagegen auf die Straße. Anfang Februar hatte der Oberste Gerichtshof die Kontosperrungen für verfassungswidrig erklärt.(APA)

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