Irische Bank AIB korrigiert Verlust nach unten

20. Februar 2002, 11:35
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Statt um 750 "nur" um 691 Millionen Dollar geschädigt worden

Dublin - Die größte irische Bank, Allied Irish Banks (AIB), hat den Verlust durch einen betrügerischen Devisenhändler in den USA leicht nach unten korrigiert. Die Bank sei nicht wie ursprünglich angenommen um 750 Mill. Dollar (861 Mill. Euro/11,84 Mrd. S), sondern "nur" um 691 Mill. Dollar geschädigt worden. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende Michael Buckley am Mittwoch bei der Vorlage des Geschäftsberichtes der AIB für das vergangene Jahr in Dublin mit.

Buckley räumte ein, dass Devisenhändler John Rusnak bei der Allfirst Finance Corporation in Baltimore, einer AIB-Tochter, bereits seit 1997 Verluste auf betrügerische Weise verdeckt habe. "55 Prozent des Schadens entstand 2001, 30 Prozent im Jahr 2000 und etwa 15 Prozent gehen auf das Jahr 1997 zurück", sagte er. "Es gab ein sehr schwerwiegendes Versagen aller Kontrollen bei der Allfirst, das ist wahr." Allerdings habe es sich um sehr komplizierte Transaktionen gehandelt.

Buckley sprach von einem "starken Abschneiden der AIB in einem turbulenten Jahr". Die AIB wies für das vergangene Geschäftsjahr einen Überschuss von 484 Mill. Euro (6,66 Mrd. S) aus. Ohne die Auswirkungen des Betrugs bei der Allfirst wären es 997 Mill. Euro gewesen. Der Vorsteuergewinn lag bei 612 Mill. Euro und hätte ohne Betrugsfolgen bei 1,4 Mrd. Euro gelegen. (APA)

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