Walter Hewlett sieht bei Compaq-Kaufverzicht Wertsteigerung

20. Februar 2002, 10:31
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Aktien bei einer Absage der Fusion potenziell 14 bis 17 Dollar mehr wert

Walter B. Hewlett, einflussreicher Sohn eines der Firmengründer von Hewlett-Packard, setzt seinen Feldzug gegen den geplanten Kauf des PC-Herstellers Compaq fort. Er glaube, dass HP-Aktien bei einer Absage der Fusion potenziell 14 bis 17 Dollar mehr wert sein könnten, erklärte Hewlett am Dienstag in einem Bericht an die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC. Am Dienstag wurde die HP-Aktie um knapp einen Prozent leichter bei gut 20 Dollar gehandelt.

Alternativen sollen aufgezeigt werden

In dem Bericht will Hewlett Alternativen zum Compaq-Aufkauf aufzeigen. Hewlett und eine Familienstiftung wollen gegen die Compaq-Übernahme stimmen und haben gegen die geplante Transaktion heftig opponiert.

Nach seinen Schätzungen könnte sich die operative Gewinnmarge von HP im Geschäftsjahr 2003 von 4,2 Prozent auf 8,4 Prozent verdoppeln, falls sich HP auf das Drucker- und Imaging-Geschäft und andere Wachstumssparten konzentriert. Im PC-Bereich müssten nicht Größe, sondern Gewinne im Vordergrund stehen.

Der operative Gewinn könne sich nach Hewletts Ausführungen von 1,9 Mrd. Dollar im Geschäftsjahr 2001 auf 4,1 Mrd. Dollar (4,70 Mrd. Euro/64,7 Mrd. S) im Geschäftsjahr 2003 erhöhen und der Umsatz von 45,2 Mrd. Dollar auf 48,6 Mrd. Dollar.

Das Management von Hewlett-Packard und Compaq hält gegen den Widerstand von Großaktionären aus dem Kreis der HP-Gründerfamilien an dem Zusammenschluss fest.(APA/dpa)

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