Justiz fordert Plazenta von mexikanischer Popsängerin Trevi

20. Februar 2002, 10:00
posten

Mutterkuchen zur Feststellung der Vaterschaft ihres Sohnes - Trevi soll vergewaltigt worden sein

Brasilia - Das Oberste Bundesgericht in Brasilien hat die Plazenta der mexikanischen Popsängerin Gloria Trevi gefordert, um den Vater ihres neugeborenen Kindes festzustellen. Den Einspruch von Trevis Anwälten, die Untersuchung des Mutterkuchens sei gesetzeswidrig, lehnte das Gericht am Dienstag (Ortszeit) ab.

Die in Brasilien inhaftierte Musikerin hatte am Montag einen Sohn zur Welt gebracht, nachdem sie nach nach eigenen Angaben von einem Wärter vergewaltigt worden war.

Die 31-Jährige weigert sich, den Vater des Kindes zu nennen. Trevi sitzt zusammen mit mehreren mutmaßlichen KomplizInnen wegen sexueller Nötigung eines minderjährigen Mädchens seit Jänner 2000 in Brasilien im Gefängnis. Die Kläger zweifeln an Trevis Version von der Vergewaltigung. Sie glauben, die Sängerin habe sich künstlich befruchten lassen, um einer Abschiebung nach Mexiko zu entgehen. Mehr als 75 Männer - Gefängnisbeamte, Polizisten und Mitgefangene - mussten bereits Blut für einen Vaterschaftstest abgeben. (APA/AFP)

Share if you care.