20 Tote bei Überschwemmungen in Bolivien

20. Februar 2002, 09:14
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Überflutete Straßentunnels auf La Paz

La Paz - Bei Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen sind in der bolivianischen Großstadt La Paz rund 20 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden nach dem heftigsten Sturm der vergangenen Jahre noch vermisst, wie die Regierung am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Rettungsmannschaften bemühten sich, Opfer aus einem überfluteten Straßentunnel und einer unterirdischen Geschäftspassage zu bergen.

Massenkarambolage

Die Arbeiten wurden durch einen großflächigen Stromausfall erschwert. Die Wassermassen rissen FußgängerInnen, Autos und kleinere Verkaufsstände mit sich. Allein 70 Autos stießen bei einer Massenkarambolage auf einer der Hauptverkehrsstraßen zusammen.

La Paz ist mit mehr als einer Million Einwohner die größte Stadt des südamerikanischen Landes. Sie liegt in einem engen Talkessel in rund 4.000 Meter Höhe und ist damit die höchstgelegene Großstadt der Welt. Viele Wohnhäuser befinden sich an den steilen Hängen des Talkessels. La Paz ist Sitz des Parlaments und der Regierung. Hauptstadt Boliviens ist Sucre.

Präsident Jorge Quiroga erklärte das Zentrum der Stadt nach einer Besichtigung zur Sicherheitszone und rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Angaben über die Zahl der Todesopfer schwankten vorerst zwischen 16 und 22. Ein Anstieg der Zahlen wurde befürchtet. (APA/dpa/AFP)

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