US-Geheimdienste und Interpol warnen vor neuen El-Kaida-Aktivitäten

20. Februar 2002, 08:25
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Bin Laden-Netzwerk noch nicht zerschlagen

London - Ermittler von US-Geheimdiensten und Interpol haben vor neuen Aktivitäten des El Kaida-Netzwerks des mutmaßlichen Terrordrahtziehers Osama bin Laden gewarnt. Die Organisation sei noch längst nicht zerstört und immer noch eine große Gefahr, sagte ein US-Geheimdienstmitarbeiter der Zeitung "Financial Times" von Mittwoch. Auch wenn Bin Laden getötet würde, sei El Kaida immer noch in der Lage, Anschläge zu verüben, betonte der Terrorismus-Beauftragte von Interpol, Frank Spicka.

Die El-Kaida-Kämpfer seien derzeit dabei, sich im Ausland neu zu gruppieren, meinten die Experten. Der französische Terrorismus-Fachmann Guillaume Dasquie sagte, in Europa formiere sich ein neues Netzwerk, das "geheimer und radikaler" sei und eine "größere Neigung zur Gewalt" habe. Trotz zahlreicher Festnahmen gehe von den so genannten "Schläfern" immer noch eine große Gefahr aus. (APA/AFP)

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