1.500 Meter - Herren

21. Februar 2002, 16:46
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Parra holt Gold mit Fabelweltrekor vor 5.000 Meter-Olympiasieger Jochem Uydtehaage

Salt Lake City - Die US-Amerikaner haben am Dienstag ihr drittes Eisschnelllauf-Gold bei den XIX. Winterspielen in Salt Lake City gewonnen. Derek Parra entschied im Utah Olympic Oval den 1.500-m-Bewerb in der fantastischen Weltrekordzeit von 1:43,95 Min. für sich, die bisherige Bestmarke hatte der Südkoreaner Kyu-Hyuk Lee am 15. März des Vorjahres in Calgary aufgestellt. Silber ging an 5.000-m-Olympiasieger Jochem Uydtehaage aus den Niederlanden (+0,62 Sek.), Bronze sicherte sich der Norweger Adne Söndral (+1,31).

Uydtehaage schon mit Weltrekord

Die Konkurrenz verlief äußerst dramatisch. Offensichtlich von Gold beflügelt, pulversierte der eigentliche Langstrecken-Spezialist Uydtehaage die Weltbestmarke bereits im neunten von 24 Paaren. Das Gros der Favoriten blieb in Folge weit hinter den 1:44,57 des "Oranjes". Doch im viertletzten Duo schlug Parra zurück. Über die 5.000 m war er von Uydtehaage noch abgefangen worden und gewann "nur" Silber, diesmal drehte er den Spieß um und lief als erster Athlet unter 1:44.

Parra als erster unter 1:44 Minute

Während Parra sein enormes Anfangstempo halten konnte, vergab sein Landsmann Joey Cheek im Finish eine Medaille. Nach 1.100 m noch klar unter der Zwischenmarke Parras, musste er im letzten Paar Söndral noch um 8/100 passieren lassen und belegte so bloß Platz vier. Dennoch durften sich die heimischen Zuschauer in der Olympia-Arena freuen. Zuvor hatten schon Casey Fitzrandolph über 500 m und Chris Witty über 1.000 m für das Gastgeberland triumphiert. Auch die Niederlande hält derzeit bei drei Mal Gold.

Für die USA ist es zudem der erste Olympiasieg auf dieser Strecke seit Eric Heiden 1980 in Lake Placid. Bei diesen Spielen geht die Weltrekordflut weiter, Parra markierte bereits den fünften. (APA)

Endstand über 1.500m:

 1. Derek Parra (USA)         1:43,95 Weltrekord
 2. Jochen Uytdehaage (NED)     +0,62 Sek.
 3. Adne Söndral (NOR)          +1,31
 4. Joey Cheek (USA)            +1,39
 5. Ids Postma (NED)            +1,46
 6. Nick Pearson (USA)          +1,56
 7. Jan Bos (NED)               +1,68
 8. Kyu-Hyuk Lee (KOR)          +1,87
 9. Rintje Ritsma (NED)         +1,91
10. Jewgenij Lalenkow (RUS)     +2,02
Eisschnelllauf: 1.500 m Herren:

GOLD: Derek Parra (USA)

SILBER: Jochem Uytdehaage (NED)

BRONZE: Arne Söndral (NOR)

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