Langlauf: Gold im Sprint für Hetland und Tschepalowa

1. März 2002, 18:24
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Marc Mayer und Reinhard Neuner blieben schon in der Qualifikation hängen.

Soldier Hollow - Die ersten Langlauf-Sprint-Olympiasieger in der Geschichte der Winterspiele kommen aus Norwegen und Russland. Bei den Herren setzte sich am Dienstag in Soldier Hollow der 28-jährige Weltmeister Tor Arne Hetland in einem spannenden Finale vor dem Deutschen Peter Schlickenrieder (+0,1 Sekunden Rückstand) und dem Italiener Christian Zorzi (+0,3 Sekunden) durch. Deutlicher fiel der Sieg bei den Damen für Julia Tschepalowa aus. Die Russin verwies die Deutsche Evi Sachenbacher und die Norwegerin Anita Moen auf die weiteren Medaillenränge.

Deutscher Protest abgelehnt

Abgelehnt wurde ein Protest der deutschen Mannschaft, die reklamiert hatte, dass Claudia Künzel auf der Zielgerade von der die Spur wechselnde Moen behindert worden war.

Österreicher schon in Quali out

Bei den zwei Sprintern unter den ÖSV-Langläufern machte sich Enttäuschung breit. Marc Mayer und Reinhard Neuner schieden am Dienstag bei der Olympia-Premiere dieser Disziplin gleich in der Qualifikation aus. Nichts wurde aus dem erhofften Platz im Kreis der besten 16, den Mayer als 21. um 1,09 und Neuner als 25. um 2,33 Sekunden verpasste. Schnellster auf der 1,5-km-Runde war der Norweger Haavard Bjerkeli.

Pfeffer gefehlt

Die Erklärungen des ÖSV-Duos klangen ähnlich. "Ich habe gleich nach dem Start gemerkt, dass ich nicht so auf Zug gehen konnte wie sonst", meinte Mayer. In der Qualifikation in Salzburg war er auf flacher Strecke Vierter der Ausscheidung gewesen, diesmal habe ihm der "Pfeffer" gefehlt. Auf die harte Strecke mit zwei Anstiegen wollte er sich aber nicht ausreden. "Wenn man in Form ist, spielt das keine Rolle. Vielleicht habe ich es mit den schnellen Einheiten im Training übertrieben."

Endergebnisse der Sprints:

HERREN:
1. Tor Arne Hetland (NOR)
2. Peter Schlickenrieder (GER)
3. Cristian Zorzi (ITA)
4. Björn Lind (SWE)
5. Freddy Schwienbacher (ITA)
6. Trond Iversen (NOR)
7. Tobias Angerer (GER)
8. Hannu Manninen (FIN)

DAMEN:
1. Julia Tschepalowa (RUS)
2. Evi Sachenbacher (GER)
3. Anita Moen (NOR)
4. Claudia Künzel (GER)
5. Beckie Scott (CAN)
6. Maj Helen Sorkmo (NOR)
7. Andreja Mali (SLO)
8. Gabriella Paruzzi (ITA)

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