Füttern, streicheln, Blut abnehmen

19. Februar 2002, 19:14
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Reitschule kooperiert mit der Veterinärmedizinischen Universität

Wien - Zusammenarbeit ist eigentlich nichts Neues, denn "schon Maria Theresia hat beim Einkauf ihrer Lipizzaner Veterinärmediziner um Rat gebeten." Werner Pohl, Präsident der Spanischen Hofreitschule, gräbt sein Geschichtswissen aus. "Wir arbeiten zusammen, seit wir bestehen." Doch seit Dienstag ein Vertrag zur wissenschaftlichen Kooperation zwischen der veterinärmedizinischen Uni und der Spanischen Hofreitschule unterzeichnet wurde, "hat das Ganze endlich auch einen Namen".

Pferde haben schon seit langer Zeit mehrere Namen: "Athleten, Balletttänzer und Künstler" - wie solche werden sie auch behandelt: Tierarzt, Hufschmied und Sattler betreuen weiße, aber auch schwarze und braune Lipizzaner mindestens so professionell wie Hochleistungssportler. Denn sportmedizinische Routineuntersuchungen, physikalische Therapie, Orthopädie sowie prophylaktische Behandlungen sind ebenso wichtig wie die richtige Ernährung: "Wir nehmen den Pferden regelmäßig Blut ab und kontrollieren mithilfe der Blutparameter, wie gut die Tiere welche Nährstoffe verarbeiten." So könne man für jedes Tier das ideale Powerfood zusammenstellen, "damit die Pferde wirklich top sind", erklärt Pohl.

Wer regelmäßig Topleistungen erbringen möchte, muss sich auch ein bisschen ausrasten: Sieben Wochen Urlaub pro Jahr in der Hermesvilla sind den Stars vergönnt. (sta/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.2.2002)

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