In Israel gefundene Nussknacker 780.000 Jahre alt

20. Februar 2002, 13:23
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Hinweise auf pflanzliche Ernährung unserer Ahnen waren bisher spärlich

Jerusalem - Israelische Archäologen haben bei Grabungen in der Nähe des Jordans Nussknacker, die inzwischen auf ein Alter von 780.000 Jahren datiert wurden, und dazugehörige Nüsse gefunden. Bei den Grabungen südlich des Hula-Tals wurden Hämmer und Ambosse aus Stein gefunden, die zum Nüsseknacken dienten.

Die Archäologin Naama Goren Inbar von der Hebräischen Universität in Jerusalem wies darauf hin, Jäger und Sammler hätten auch in späterer Zeit ähnliche Werkzeuge verwendet, um die harten Schalen zu zerschlagen. Die Forscher fanden unter anderem Überreste von Mandeln und Pistazien.

Der Archäologe Gonen Scharon betont, es bestehe kein Zweifel daran, dass der Mensch zur damaligen Zeit Fleisch verzehrte, weil viele Funde von Tierknochen das belegten. "Für eine pflanzliche Ernährung gab es jedoch bislang keinen direkten Beweis, weil die Pflanzen einfach nicht überdauerten", sagte er. Der Boden am Fundort sei jedoch über lange Zeit mit Wasser bedeckt gewesen. Der Mangel an Sauerstoff habe das Verwesen der Nüsse verhindert. (APA/dpa)

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