55 Ebola-Tote in Zentralafrika

19. Februar 2002, 16:27
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Bilanz der vergangenen zwei Monaten in Gabun und Kongo

Libreville - In den zentralafrikanischen Ländern Gabun und Kongo sind nach offiziellen Angaben in den vergangenen zwei Monaten 55 Menschen am Ebola-Virus gestorben. Der Gesundheitsminister von Gabun, Faustin Boukoubi, teilte am Dienstag in der Hauptstadt Libreville mit, der letzte tödliche Fall sei in Mekambo registriert worden.

In der Ortschaft nahe der Grenze zur Republik Kongo war die tödliche Krankheit zuerst im Dezember aufgetreten. Nach Medienberichten gibt es in beiden Ländern noch 227 Verdachtsfälle. Diese Menschen stünden im Verdacht, mit infizierten Personen in Kontakt gekommen zu sein, und stehen unter Beobachtung.

Verzicht auf Affenfleisch

Das Ebola-Virus, das starke innere Blutungen auslöst und in neun von zehn Fällen zum Tode führt, ist nach dem gleichnamigen Fluss in der Demokratischen Republik Kongo benannt, wo die Krankheit 1976 entdeckt worden war.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will die Bewohner in der abgelegenen Urwaldregion verstärkt über die Gefahren von Ebola aufklären. So sollen Tote nicht berührt werden, obwohl das oftmals zum Ritus bei Beerdigungen gehört. Auch der Verzicht auf das Verzehren der Delikatesse Affenfleisch wurde propagiert. (APA/Reuters)

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